Wie sieht Tourismus in fünf Jahren aus?
Foto: Holderied
Wie kann das Land trotz wirtschaftlicher Herausforderungen attraktiv bleiben? Darauf suchen Experten bei der FDP-Veranstaltung „Tourismus 2030“ in Nagold Antworten.
Welche Auswirkungen hat die Digitalisierung auf den Tourismus? Wie sollte eine künftige Marketingstrategie für das Reiseziel Baden-Württemberg aussehen? Und wie muss die Politik darauf reagieren? Diese und viele weitere Fragen werden bei einer Veranstaltung der FDP-Landtagsfraktion zum Thema „Tourismus 2030: Neue Ideen für Baden-Württemberg“ in der Tanzschule GregorS in Nagold diskutiert.
Das Programm eröffnet der Fraktionsvorsitzende im Landtag Hans-Ulrich Rülke. Er verdeutlicht zu Beginn, warum gerade den Kreis Calw das Thema Tourismus betreffe: „Wo, wenn nicht im Bäderkreis Calw? Wo es sich gut erholen lässt und wo die Gastronomien hervorragend sind“, sagt er zum Auftakt der Veranstaltung.
„Die Transformation ist für den Wirtschaftsstandort bedrohlich.“
Unter anderem hohe Energiepreise und der Fachkräftemangel stelle die Wirtschaft vor Herausforderungen, erklärt der Fraktionsvorsitzende. „Die Transformation ist für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg bedrohlich.“ Aus diesem Grund liege es an der Politik, Unterstützung zu leisten, appelliert er.
Das Programm eröffnet der Fraktionsvorsitzende im Landtag Hans-Ulrich Rülke. Er verdeutlicht zu Beginn, warum gerade den Kreis Calw das Thema Tourismus betreffe: „Wo, wenn nicht im Bäderkreis Calw? Wo es sich gut erholen lässt und wo die Gastronomien hervorragend sind“, sagt er zum Auftakt der Veranstaltung.
„Die Transformation ist für den Wirtschaftsstandort bedrohlich.“
Unter anderem hohe Energiepreise und der Fachkräftemangel stelle die Wirtschaft vor Herausforderungen, erklärt der Fraktionsvorsitzende. „Die Transformation ist für den Wirtschaftsstandort Baden-Württemberg bedrohlich.“ Aus diesem Grund liege es an der Politik, Unterstützung zu leisten, appelliert er.
„Das neue Gaststättengesetz ist ein wichtiger erster Schritt. Jetzt muss vom Bund aber auch die versprochene Arbeitszeitflexibilisierung kommen – und Baden-Württemberg muss der Mehrwertsteuersenkung für Speisen in Gaststätten im Bundesrat dringend zustimmen“, so Rülke. Damit übergibt er das Mikrofon an den nächsten Redner: Johannes Feldmann, Kandidat für die Landtagswahlen 2026.
Feldmann wirft zunächst einen Blick auf die Vergangenheit und erinnert sich an seine Ankunft im „Schwabenland“, als er mit seiner Frau von Hamburg nach Bad Liebenzell zog.
Drei Dinge lernten sie dort besonders zu schätzen: Den Kurpark, den seine Frau wohl auch „die Champs-Élysées des Schwarzwalds“ nennt, deren Loftwohnung, die sie an Manhattan erinnert – mit dem Zusatz „nur nicht so teuer“ – sowie die mittelständischen Betriebe. Die Qualität der kleinen und mittelständischen Unternehmen im Umkreis sei die perfekte Grundlage für Tourismus, erklärt Feldmann.
Impulsvorträge zeigen Herausforderungen im Tourismus auf
Reith fasst die Impulsvorträge von Stephan Bingemer, Forschungsprofessor für Zukunft und Technologie des Tourismus, Hans-Ulrich Kauderer, Mitglied des Landesvorstands des Hotel- und Gaststättenverbands Dehoga und Erik Schweickert, Sprecher für Tourismuspolitik der FDP-Landtagsfraktion, wie folgt zusammen: „Die Vorträge haben die Herausforderungen im Tourismus aufgezeigt: Eine zunehmende Digitalisierung und der Einsatz von KI und Robotern verändern insbesondere das Gastgewerbe. Dieses leidet aber auch unter Personalmangel – der Trend weg von Gaststätten mit Bedienung hin zu Imbissen sowie immer mehr Gemeinden ohne gastronomisches Angebot sind hier ein Warnsignal. Eine Antwort kann ein individuelles und persönliches Angebot mit klarer Zielgruppenorientierung sein – ein Beispiel dafür haben wir heute gesehen.“
Hans Dieter Scheerer, Sprecher für Arbeitsmarkt und Innovationen zieht abschließend als Fazit, dass der Tourismus in Baden-Württemberg künftig nur mit mehr Fachkräften, besserer Infrastruktur und klareren Marketingzielen gestärkt werden könne.