Bürokratie und Fachkräftemangel als drängende Probleme

Besuch im Autohaus Braun (von links): Wolfram Schöb, Johannes Feldmann, Jutta Kemmer-Hönig und Gerhard Braun Foto: Hannes Braun

FDP-Landtagskandidat Johannes Feldmann hat das Autohaus Braun und die Kemmer Hartmetallwerkzeuge GmbH besucht.

Im Vorfeld der anstehenden Landtagswahl in Baden-Württemberg war FDP-Landtagskandidat Johannes Feldmann gemeinsam mit Wolfram Schöb, stellvertretender Vorsitzender des FDP-Kreisverbands Calw, zu Gast im Autohaus Braun sowie bei der Kemmer Hartmetallwerkzeuge GmbH in Wildberg.Ziel des Besuchs war es, aus erster Hand Einblicke in die aktuelle Situation der lokalen Wirtschaft zu gewinnen und zu erfahren, welche politischen Weichenstellungen für die nächste Legislaturperiode notwendig sind, heißt es in der Pressemitteilung.

Von Bildung bis Wirtschaft

Johannes Feldmann, selbst Geschäftsführer der sfs Group in Althengstett und mit den Herausforderungen der Unternehmensführung bestens vertraut, legte bei den Gesprächen besonderen Wert auf die Themen Wirtschaft, Bildung und Technologie.

Beide besuchten Unternehmen gelten laut Pressemitteilung als sogenannte „Hidden Champions“: Das Autohaus Braun zählt demnach zu den größten E-Auto-Händlern Deutschlands und ist als VW-Vertretung überregional bekannt. Kemmer Hartmetallwerkzeuge GmbH ist ein führender Hersteller hochpräziser Stech- und Stechdrehwerkzeuge auf dem europäischen Markt.

Die Geschäftsführer der beiden Unternehmen, Raimund Kemmer und Gerhard Braun, empfingen die Besucher zu persönlichen Gesprächen.

Raimund Kemmer sprach dabei von einer angespannten wirtschaftlichen Lage. Insbesondere die stark gestiegenen Rohmaterialkosten, hohe Einfuhrzölle in die USA, explodierende Energiekosten und der akute Fachkräftemangel stellten das Unternehmen seit mittlerweile zwei Jahren vor große Herausforderungen. Hinzu kommen laut Kemmer gesellschaftliche Spannungen am Standort in Thüringen, wo sich dringend benötigte Auszubildende aus dem Ausland nicht mehr wirklich wohl fühlten.

Trotz aller Schwierigkeiten bewahren beide Firmenchefs ihren Optimismus, heißt es in der Pressemitteilung. Raimund Kemmer setzt nach eigenen Angaben auf eine wachstumsorientierte Strategie mit Fokus auf höchste Produktqualität und Kundennähe. Die Fähigkeit, flexibel auf individuelle Kundenbedürfnisse einzugehen, sehe er als entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Auch Gerhard Braun vom Autohaus Braun betonte die Bedeutung langfristiger Kundenbindungen, wobei Service aus einer Hand, handwerkliche Qualität und Zuverlässigkeit zu fairen Preisen im Mittelpunkt stünden.

Konsequente Entbürokratisierung

Im Gespräch über notwendige politische Veränderungen forderte Raimund Kemmer schnelle und nachhaltige Maßnahmen gegen den Fachkräftemangel sowie eine konsequente Entbürokratisierung. „Wir brauchen schnelle Entscheidungen, die nicht nur kurzfristig, sondern dauerhaft wirken“, so Kemmer. Gerhard Braun sprach sich zudem für ein modernes Einwanderungsrecht aus, das sich am tatsächlichen Bedarf der Wirtschaft orientiert, und plädierte dafür, Leistungsbereitschaft wieder stärker zu honorieren: „Leistung muss sich wieder lohnen.“